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IX. Wirtschaftsgespräch zum DTIHK-Jahresthema „Industrie 4.0“ am 16. November 2015

mit dem tschechischen Minister für Industrie und Handel Jan Mládek und Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung

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Foto: Jaromír Zubák

Deutschland und Tschechien auf einem gemeinsamen Weg zur digitalen Vernetzung


Über 120 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Forschung kamen zum IX. Wirtschaftsgespräch der DTIHK im Prager Hotel Mandarin Oriental zusammen. Im Fokus stand das DTIHK-Jahresthema „Industrie 4.0 – rEvolution gestalten“. Hauptgäste waren der tschechische Minister für Industrie und Handel, Jan Mládek, und der Leiter der Abteilung Schlüsseltechnologien und Forschung für Innovationen im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas. Beide Ministerien hatten sich Anfang Oktober in Prag auf eine enge Kooperation beim Thema Industrie 4.0 verständigt, die beim bilateralen Gespräch im Rahmen des DTIHK-Wirtschaftsgesprächs vorangebracht wurde.

„Wir sind nicht mit diesem Thema an die Öffentlichkeit getreten, weil wir genau wissen, was die Zukunft in Sachen Industrie 4.0 bringt“, erklärte DTIHK-Präsident Axel Limberg. Es sei ein Lernprozess für alle. Dass es in die richtige Richtung gehe, bestätige auch die von der DTIHK vermittelte Kooperationsvereinbarung zwischen dem tschechischen Ministerium für Industrie und Handel und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, so Limberg. Sie wurde Anfang Oktober in Prag unterzeichnet.

„Unser Ministerium hat bis jetzt genau eine Vereinbarung zur Kooperation abgeschlossen, und das mit Tschechien. Für uns hat diese Vereinbarung daher eine besondere Bedeutung“, sagte Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas, Leiter der Abteilung Schlüsseltechnologien und Forschung für Innovationen im BMBF nach einem bilateralen Treffen im Rahmen des DTIHK-Wirtschaftsgesprächs mit dem tschechischen Industrie- und Handelsminister Jan Mládek.

„Für uns ist es äußerst wichtig, mit unserem engsten Handelspartner über die Möglichkeiten von Industrie 4.0 zu sprechen. Gemeinsam gehen wir den Weg der digitalen Vernetzung der Wirtschaft und ich bin überzeugt, dass an seinem Ende bei uns wie in Deutschland prosperierende Firmen und zufriedene Mitarbeiter stehen werden“, so Minister Mládek.

Die zentralen Fragen zu Industrie 4.0 diskutierten auf dem IX. DTIHK-Wirtschaftsgespräch Top-Manager von produzierenden Unternehmen wie Škoda Auto, Bosch Rexroth, Siemens, Trumpf, Schunk, aber auch beratenden Firmen wie ROI und Ingenics sowie führende Vertreter aus Politik, Verbänden und Forschung. Die Diskussion drehte sich vor allem um die Frage, wie die digitale Vernetzung im globalen Kontext zum Wettbewerbsvorteil wird.

Für Bohdan Wojnar, Personalvorstand von Škoda Auto, steht fest, dass die Rahmenbedingungen für Innovationen verbessert werden müssen, um digitale Vernetzung schneller voranzubringen. Außerdem müsse sich die Gesellschaft auf eine größere Flexibilität bei der beruflichen Ausrichtung einstellen. Das bestätigte auch Wolfgang Weissler, Direktor unter anderem der Siemens-Division Digital Factory. Es würden in den nächsten Jahren „Geschäftsmodelle entstehen, die wir heute noch nicht kennen“, so Weissler.

Eine wichtige Frage ist dabei, wie auch der Mittelstand, der in Tschechien weit mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze schafft, in die schnell voranschreitende Entwicklung eingebunden werden kann. Viele kleine und mittlere Firmen sind zwar als Zulieferer eng angebunden an die großen produzierenden Unternehmen, die bereits ihre künftigen Anforderungen kommunizieren. Dennoch müsste der Mittelstand besser über die aktuelle Entwicklung und ihre Chancen informiert werden, da waren sich der Geschäftsführer von Bosch Rexroth, Dětřich Robenek, und der Präsident des tschechischen Verbands der kleinen und mittleren Unternehmen, Karel Havlíček, einig. Auch der Staat müsse bei dieser Informationsarbeit eine führende Rolle übernehmen.

In Deutschland habe man gerade in dieser Hinsicht gute Erfahrungen mit einer Regionalisierung gemacht, erklärte Wolfgang Dorner, Leiter des Technologie Campus Freyung. Es dürfe nicht nur um große Projekte gehen. Es sei wichtig, gerade dem Mittelstand eine Infrastruktur für Innovation im Sinne von Industrie 4.0 zu bieten.

Vladimír Mařík von der Technischen Universität Prag (ČVUT) und die Vizeminister für Industrie und Handel, Eduard Muřický und Tomáš Novotný, plädierten für eine tschechische Plattform Industrie 4.0, auf der – wie in Deutschland – verschiedene Ministerien, Unternehmen, Verbände und Gewerkschaften strategisch zusammenarbeiten.

Beim bilateralen Gespräch zwischen Minister Mládek und Prof. Dr. Lukas besiegelten beide Seiten die Entstehung einer Arbeitsgruppe, welche die Zusammenarbeiten zwischen beiden Regierungen begleiten soll. Dabei geht es nicht nur um Informationsaustausch, sondern vor allem auch darum, Wissenschaftler, mittelständische Unternehmen sowie die Sozialpartner aus beiden Ländern zusammenzubringen.


Christian Rühmkorf

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