DTIHK: 6. Internationale EUREM-Konferenz mit 170 Energiemanagern aus aller Welt - Unternehmen erkennen zunehmend das Potenzial von Energieeinsparung

27.04.15 AHK Tschechien - News-Hauptkategorie

Ing. Adam Moravec, Renergie s.r.o. (2. v. r.)

Die Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer (DTIHK) führt seit 2008 den Lehrgang für European EnergyManager (EUREM) in Tschechien durch. Der berufsbegleitende Weiterbildungskurs richtet sich an Mitarbeiter von Unternehmen, die ihr Energiemanagement effizienter gestalten und damit ihr Einsparungspotenzial nutzen möchten. Vom 20. bis zum 24. April kamen mehr als 170 Energiemanager aus 19 Ländern zum Erfahrungsaustausch in Prag zusammen.



In diesem Rahmen fand auch die zweitätige 6. Internationale EUREM-Konferenz statt. Ein umfangreiches Workshop-Angebot deckte die gesamte Bandbreite der Energieeffizienzprojekte ab. Außerdem wurden über 40 besonders erfolgreiche Praxisbeispiele vorgestellt. Ein Highlight der Konferenz war die Verleihung des EUREM Awards. Vier Projekte aus kleinen, mittleren und großen Unternehmen wurden prämiert.

DTIHK-Geschäftsführer und Gastgeber der diesjährigen Konferenz Bernard Bauer ist von den Zielen des Programms überzeugt: „Durch diese berufsbegleitende Ausbildung leisten wir einen sehr konkreten Beitrag zur Energiebilanz der tschechischen Volkswirtschaft. Wir möchten zeigen, dass das Potenzial für Energieeinsparung in der Wirtschaft enorm ist. Zugleich ist der Aufwand vergleichsweise gering, um schnelle Einsparungserfolge in der Praxis zu erzielen.“

Stephan Schwarzer von der Wirtschaftskammer Österreich betont, wie wichtig die EUREM-Qualifikation der Mitarbeiter für die Unternehmen sei und fordert zu einem Umdenken auf: „Es ist entscheidend, die technischen Möglichkeiten zur Energieeinsparung zu kennen. Die Betriebe können große Einsparungen erzielen, wenn die Mitarbeiter wissen, wie es geht.“

Markku Harmaala vom finnischen Weiterbildungsverband AEL zeigte sich äußerst zufrieden mit dem Erfolg des Programms: „Das Netzwerk wächst kontinuierlich, was sicher daran liegt, dass das Programm so gut ist.“ Das gesamte Spektrum der Einsparmaßnahmen, die in der Weiterbildung vermittelt werden, spiegelte sich auch in den Themen der Fachvorträge der Konferenz wider: Von Druckluft über Kraft-Wärme-Kopplung und Klimatechnik bis zur Beleuchtung wurden vielfältige Anwendungsbereiche im Detail betrachtet. „Das EU-Programm EUREMplus hat es uns ermöglicht, EUREM nach Bulgarien, Kroatien, Mazedonien, Polen, Rumänien und Zypern, also in sechs weitere Länder zu tragen“, erklärt auch Stephan Schwarzer. Es sei das langfristige Ziel, eine europäische EUREM-Gesellschaft zu gründen, um die Arbeit noch konsequenter und systematischer betreiben zu können.

Robert Schmidt von der IHK Nürnberg für Mittelfranken betont die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit: „Wettbewerbsfähigkeit, Ökologie und Sicherheit der Energieversorgung - in diesem Dreiklang bewegen wir uns, und ich denke, hier ist ein regelmäßiger Austausch, ein internationales ‚Klassentreffen‘ der Energiemanager von besonderer Bedeutung.“

Mit dem EUREM-Award wurden in diesem Jahr Projekte aus Finnland, Indien, Tschechien und Ungarn ausgezeichnet. Der tschechische Preisträger ist Adam Moravec des Unternehmens Renergie s.r.o., der in seinem Projekt Biogasanlagen zur Wärmegewinnung bewertete.

Hana Potůčková von der DTIHK ist stolz auf den Erfolg des Programms: „Seit 2008 haben in Tschechien bereits 99 Energiemanager den Lehrgang absolviert. Fast 90 Prozent ihrer Abschlussprojekte wurden realisiert. Dadurch können jedes Jahr rund 500 Mio. CZK und 580 000 Tonnen CO2 eingespart werden. Weltweit haben wir 4250 European EnergyManager.“

Seit 2008 führt die Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer (DTIHK) den Lehrgang für European EnergyManager (EUREM) in Tschechien durch. Dieser berufsbegleitende Weiterbildungskurs schult die Teilnehmer, Energie effizienter einzusetzen und konkrete Einsparziele für ihre Unternehmen zu erreichen. Das Angebot richtet sich an Unternehmen, die Reserven in ihrem Energiemanagement aufdecken und gleichzeitig die Qualifikation ihrer Führungskräfte in den Bereichen Energiewirtschaft und -management stärken wollen.

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