MSV 2019: Größter ausländischer Aussteller erneut Deutschland, Konferenz zur Digitalisierung und Besuch von Premier Babiš

Die Bundesrepublik war auf der 61. Internationalen Maschinenbaumesse erneut der größte ausländische Aussteller. Der deutsche Maschinenbau war in Brünn mit 243 Ausstellern, einer bayerisch-tschechischen Konferenz zum Thema Digitalisierung und den zwei Gemeinschaftsständen Mitteldeutschland und Bayern vertreten. Letzterer wurde am ersten Messetag von Premier Andrej Babiš, Wirtschaftsminister Karel Havlíček und Finanzministerin Alena Schillerová besucht, die sich dort mit der bayerischen Delegation und Vertretern der DTIHK trafen.

Konferenz E#change for your digital future

„Tschechien ist das Land für die ‚digital future‘, und Bayern auch“, sagte in ihrer Eröffnungsrede Dr. Ulrike Wolf, Ministerialdirektorin des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, das gemeinsam mit der DTIHK die Konferenz veranstaltete. „Wir sind beide wichtige Industriestandorte. Damit kann man sich aber nicht zufrieden geben. Wir müssen den Herausforderungen von morgen begegnen, und die größte ist jetzt die Digitalisierung“, fügte sie hinzu.

In zwei Themenblöcken diskutierten im Anschluss bayerische und tschechische Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik über die Veränderungen, die Wertschöpfungsketten und die Fachausbildung im Zuge der Digitalisierung durchlaufen.

Als Programmteil zum Thema Kreislaufwirtschaft stellte sich auf der MSV auch Young Energy Europe vor, die DTIHK-Weiterbildung im Bereich Energie- und Ressourceneffizienz. In praktischen Abschlussprojekten zeigten die Absolventen, wie Unternehmen Energie und andere Ressourcen einsparen und dabei einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Mehr hier

Digital Factory 2.0

Die gesamte MSV stand ganz im Zeichen der Digitalen Fabrik. Deutschland als Heimatland des Begriffs Industrie 4.0 gibt die Richtung der weiteren Entwicklung vor, und deutsche Firmen repräsentieren das Neueste, was es im Fach gibt. Etwa 30 deutsche Aussteller, und weitere unter ihren tschechischen Vertretungen, zeigten auf der MSV Lösungen für die digitale Zukunft. Zu sehen waren Robotersysteme, Lasertechnik, 3D Druck oder Digitalisierungssoftware.

Pflichttermin für Maschinenbauer

Jedes Jahr beweist die MSV, wie eng verflochten die tschechischen und die deutschen Produktions- und Geschäftsstrukturen sind. „Die enge Verknüpfung zeigt sich auch in den vielen von tschechischen Tochterunternehmen repräsentierten Gesellschaften aus Deutschland“, sagte Jiří Kuliš, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der Messe Brünn.

Die Brünner MSV ist für deutsche Maschinenbauunternehmen seit Jahren das Hauptereignis im mitteleuropäischen Messekalender. Die Traditionsmesse zieht aber auch neue Aussteller an: Etwa ein Viertel aller deutschen Unternehmen nahmen zum ersten Mal an der Messe teil. Die meisten mit dem Ziel, ihren Absatz in Mittel- und Osteuropa zu erhöhen.

Nach Deutschland geht ein ganzes Drittel des tschechischen Exports von Maschinen und Transportmitteln. Der Hauptabnehmer ist mit Abstand das Bundesland Bayern.

Foto (c) Jan Symon, Petr Coufal

KONTAKT
Barbara Vávra
E-Mail: vavra@dtihk.cz

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