Sphebotics aus Estland gewinnt Startup-Wettbewerb der DTIHK

Mit smarten Solarmodulen zur Gemeinschaftsnutzung setzte sich das estnische Startup Sphebotics beim internationalen Startup-Wettbewerb „Connect Visions to Solutions“ der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer (DTIHK) durch. Auf der Winners´ Night am 27. November in der Galerie Mánes präsentierten sich der Jury aus Vertretern großer Unternehmen auch zwei Finalisten aus Tschechien und ein Startup aus Deutschland. Insgesamt hatten 150 Startups aus 13 Ländern ihre Lösungen für eine intelligente Infrastruktur eingereicht. Der Wettbewerb bringt seit drei Jahren große, internationale Unternehmen mit jungen, agilen Startups zusammen. Als Hauptredner traten zuvor der führende tschechische Wirtschaftsphilosoph Tomáš Sedláček und der Silicon-Valley-erfahrene deutsche Innovator und Investor Thomas Dittler auf.

Sphebotics, der Gewinner des Startup-Wettbewerbs „Connect Visions to Solutions“, bringt mit seiner Solar-Lösung mehr Energieeffizienz in die Städte. Es kombiniert innovative Solar-Hardware mit einer Cloud-Plattform und vermietet diese Lösung an Solargemeinschaften. Große Investitionen der Solar-Nutzer entfallen damit. „Wir kommen aus einem kleinen Land und bekommen hier den ersten Preis - das ist großartig und bringt uns voran“, freute sich CEO Xavier Thibert.

Den Sieger wählte eine Jury aus Vertretern der DTIHK-Partnerunternehmen ČSOB, E.ON, Škoda Auto, PRE und T-Mobile. Den Publikumspreis wiederum erhielt das tschechische Startup Xmarton. Es hat eine Lösung entwickelt, mit der eine Reihe wesentlicher Funktionen eines Autos – wie das Öffnen der Türen – per Smartphone gesteuert werden kann. Ebenso ins Finale gekommen waren das tschechische Startup CleverAnalytics (Big Data) und die deutschen Innovatoren von QuantiCor Security (Cyber Security).

Seit drei Jahren öffnet der Wettbewerb innovativen Jungunternehmern die Türen zum globalen Markt. Die Partnerunternehmen formulieren vorab Schüsselthemen auf dem Gebiet der intelligenten Infrastruktur und die Startups schicken dann ihre Lösungen ein. So verbinden sich die Startupper direkt mit den entscheidenden Leuten. „Alle, die hier heute sitzen, sind Gewinner – sowohl die Startups als auch die Partnerunternehmen. Denn jeder von ihnen profitiert von innovativen Ideen, Erfahrungen, neuen Kontakten und Kooperationen, die durch diesen Wettbewerb entstehen. Die DTIHK hat zudem mehr als 680 Mitglieder, das Potenzial für eine Zusammenarbeit ist daher enorm“, sagte DTIHK-Präsident Jörg Mathew während der Preisverleihung.

Zum Auftakt der Startup-Präsentationen und Preisverleihung kamen zwei Vordenker der New-Economy zu Wort: der Silicon-Valley-erfahrene Innovator, Investor und Gründer des bayerischen „Industrial MakerSpace“, Thomas Dittler und der tschechische Wirtschaftsphilosoph Tomáš Sedláček. „Wir importieren Produkte des Digitalzeitalters und exportieren Produkte des Industriezeitalters“, spitzte Dittler seinen Vergleich zwischen Europa und den USA zu. Mehr Innovation, weniger Regulation, das brauche Europa. Sedláček hingegen hielt ein flammendes Plädoyer für Europa. „Wir sind nicht wie die Amerikaner. Wir brauchen kein zweites Amerika“, so Sedláček. Er glaube an die Wissenschaft, nicht an Innovationen.

Kontakt: Christian Rühmkorf
Tel.: +420 221 490 303
E-Mail: ruehmkorf@dtihk.cz

Foto: Jaromír Zubák

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