Nicht David und Goliath, sondern Partnerschaft - DTIHK und Partnerunternehmen zeichnen sechs Tech-Startups aus und bahnen Zusammenarbeit an

30.11.2016

Die DTIHK und ihre Partnerunternehmen haben am Dienstag sechs Startups aus Tschechien und der Slowakei für ihre innovativen technologischen Lösungen ausgezeichnet. Das Startup Neuron Soundware ging bei der Winners´ Night in der Prager Galerie Mánes darüber hinaus als Hauptgewinner aus dem Wettbewerb „Connect Visions to Solutions“ hervor. Seine intelligente Software kann den technischen Zustand von Maschinen anhand ihres Klangs beurteilen. Insgesamt 40 Startups schickten bis Mitte September ihre Lösungen für die Innovationsaufgaben der Partner. „Es ist uns gelungen, führende Unternehmen mit Innovatoren zusammenzubringen und Synergien zu schaffen“, erklärte DTIHK-Präsident Axel Limberg. Auch der Minister für Industrie- und Handel, Jan Mládek, lobte die Initiative und unterstrich die Bedeutung von Startups für die tschechische Wirtschaft.


Unmittelbar vor der feierlichen Preisverleihung hatten sich im Rahmen der Winners´ Night in der Galerie Mánes rund 100 Unternehmer, Manager, Innovatoren und Investoren zu einer sogenannten Unkonferenz zusammengefunden, ein offenes Format, bei dem die Teilnehmer ihre eigenen Innovationsthemen in die Diskussion einbringen, um sich gegenseitig zu inspirieren. „In Zeiten eines hohen Innovationstempos kommt weiter, wer offen ist und den Austausch mit anderen nicht scheut“, erklärte DTIHK-Geschäftsführer Bernard Bauer.

Bei der anschließenden Preisverleihung zum DTIHK-Wettbewerb „Connect Visions to Solutions“, moderiert von Forbes-Chefredakteur Petr Šimůnek, kamen Vertreter der sechs Partnerunternehmen zusammen: Brose und Škoda Auto für den Automotive-Bereich, E.ON, PRE und Innogy aus der Energiebranche und SAP für den ICT-Sektor. Sie zeichneten jeweils das Startup aus, das für ihre Aufgabe die beste Lösung eingereicht hatte (Liste s. u.). Die Themen reichten von Smart Factory über Modern Mobility bis hin zu Big Data oder Smart-Home-Anwendungen.

Außer der Chance, in Zukunft mit den Partnern zusammenzuarbeiten, erhielten alle Finalisten Beratungschecks der Firmen Deloitte und Roland Berger zur Business-Optimierung sowie eine Jahresmitgliedschaft in der DTIHK. Der von der gesamten Jury ausgewählte Hauptgewinner, das Startup Neuron Soundware, bekam zudem von der DTIHK ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro.

„Das ist zwar nicht der erste Wettbewerb, den wir gewonnen haben, aber das Besondere ist hier, dass zugleich eine künftige Zusammenarbeit mit den Partnerunternehmen angebahnt wird“, so Pavel Konečný, CEO von Neuron Soundware. „Wir sind überzeugt, dass Neuron unseren B2B-Kunden eine einzigartige Möglichkeit bietet, ihre Wertschöpfungskette zu optimieren”, kommentierte Markéta Mravcová vom Partnerunternehmen Innogy.

„Das ist nicht die Geschichte von David und Goliath. Es geht um Part-nerschaft, darum, Unternehmen und Innovatoren zusammenzubringen, die jeweils ganz anders gewohnt sind zu denken, zu arbeiten und an Problemlösungen heranzugehen“, erklärte DTIHK-Präsident Axel Limberg. „Der Weg dahin ist nicht immer leicht, aber er weist in die Zukunft“. Bei einem Kick-off im April und Workshops im Juni hatten die Partnerunternehmen ihre Pläne und Visionen sowie ihre Wettbewerbsaufgaben vorgestellt.

Fotogalerie

 

Liste der Finalisten des Wettbewerbs „Connect Visions to Solutions"


UnternehmenIndustriepartner, Aufgabe    Lösung
HAUPTGEWINNER
Neuron Soundware:
gegründet 2016
Gründer: Pavel Konečný, Pavel Klinger, Filip Sedlák und Dušan Fedorčák
Branche: ICT / Software   
Innogy
Mit der Digitalisierung ändert sich auch das Gesicht von Fabriken. Gesucht sind Innovationen, die in der „Smart Factory“ den Produktionsprozess optimieren.
Kontakt: František Vašek, Innovation manager   
Lernende Software, die die Geräusche von Maschinen analysiert. Ist Sand im Getriebe, hört der Computer das heraus. Den „Getriebekasten“ muss dazu niemand mehr öffnen.
Easycon
gegründet 2015
Gründer: Radek Sysel, Pavel Vejnar
Branche: Internet der Dinge   
Pražská energetika (PRE) Entwickle „smarte“ Lösungen für Energienutzung und Energieeinsparung in Privathaushalten!
Kontakt: Karsten Krämer, Innovation manager  
Kostengünstiges Gerät, das Infor-mationen zu Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Lichtintensität sammelt. Analysiert und aufbereitet werden die Daten in der Cloud.
A-21
Gründer: Zdeněk Havelka, freier Softwareentwickler
Branche: Industrie 4.0
SAP
Software-as-a-Service-Angebot gesucht, das Unternehmen bei der digitalen Transformation unterstützt. Schwerpunkt Big Data und IoT.
Kontakt: Hana Součková, Head of presales SAP CZ&SK
Intelligente Datenstrukturen. Beim Produktionsprozess werden Daten gesammelt und in der Cloud ausgewertet. Maschinen lernen, das Handeln ist automatisiert.
Treewer
gegründet 2016
Gründer: Vladislav Davarashvili u. a.
Branche: Soziale Medien       
Brose
Gefordert war eine Smartphone-App. Zweck: Beschleunigung und Verbesserung der internen Kommunikation in der Produktion.
Kontakt: Timo Eichhorn, Director of manufacturing
Eine Netzwerk-App für die Mitarbeiter. Vorteil: Schichtleiter können Änderungen effektiver an die Mitarbeiter kommunizieren und bei der Planung effizienter reagieren.
Abdulla Khaydarov, derzeit Student der Computerwissenschaften in Prag
Branche: App-Entwicklung   
E.ON
Nutze die neuen Technologien, um einen Konzern in engeren Kontakt mit seinen Kunden zu bringen. Und tue dabei Gutes. Stichwort CSR! 
Kontakt: Eckart Baum, CFO  
Eine Fitness-Charity-App. Sammle Punkte beim Joggen, spende sie an einen ausgewählten guten Zweck. Das Partnerunternehmen überweist pro Punkt den Betrag X.
BatSuite
gegründet 2015
Gründer: Peter Zildner u. a.
Branche: Wearables   

Škoda
Bei Škoda dreht sich alles um Mobilität. Also: Gestalte die Art und Weise, wie Menschen sich fortbewegen!
Kontakt: Jarmila Plachá, Head of Škoda Digital Lab
Eine Orientierungshilfe für Blinde. Ein kleines Sonar am Handgelenk meldet durch Vibrationen, ob sein Träger sich Hindernissen nähert. Das erhöht die Mobilität. Und hilft auch beim Einsteigen in ein Auto.

 


Kontakt:
Christian Rühmkorf

Tel.: +420 221 490 303
E-Mail: ruehmkorf(at)dtihk.cz